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Kunst im Kinderspital Zentralschweiz und der Frauenklinik Luzern

Das Luzerner Kantonsspital verfügt seit 2013 über ein eigenes Kunstprogramm: «Kunst im Spital». Es verbindet professionelle Kunst mit dem Alltag eines grossen Spitals — für Patientinnen und Patienten, Besuchende und Mitarbeitende. Das Programm basiert auf einer Reihe von Grundsätzen, die über mehr als ein Jahrzehnt in der Praxis entwickelt und erprobt wurden: die Zusammenarbeit mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern, die aktive Einbindung der Mitarbeitenden, die Vermittlung von Hintergründen zu Werk und Werkprozess und ein lebendiges, dynamisches Konzept, das sich den Veränderungen im Spitalalltag anpassen kann.

Mit dem Neubau des Kinderspitals und der Frauenklinik haben wir diese Grundsätze erstmals auf ein Neubauprojekt übertragen. Die Ausgangslage war eine andere als bei den bestehenden Gebäuden: Statt Kunst in vorhandene Räume zu bringen, konnten wir sie von Beginn an mitdenken — in enger Zusammenarbeit mit den zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern der Räume. Entstanden ist ein Kunstprogramm, das Wandillustrationen, Naturfotografie, Origami-Wandobjekte, Lichtinstallationen, Raumgestaltungen und weitere Formate verbindet.

Das Kunstprogramm ist mit der Eröffnung des Gebäudes nicht abgeschlossen. Es wurde von Anfang an so entwickelt, dass es im Alltag weiterleben, sich entwickeln und wachsen kann — zusammen mit dem Betrieb und den Menschen hier. Es kann auf neue Bedürfnisse reagieren, sich anpassen und aus den Erfahrungen im laufenden Betrieb lernen. «Kunst im Spital» ist kein fertiges Projekt, sondern ein lebendiger Prozess.

Hinter jeder Arbeit in diesem Haus steckt ein Mensch mit einer eigenen Geschichte, einer eigenen Arbeitsweise und einer eigenen Haltung. Auf dieser Plattform laden wir ein, diese Menschen kennenzulernen: die Künstlerinnen und Künstler, ihre Wege und ihre Werkprozesse. Denn Kunst braucht Vermittlung — besonders an einem Ort, an dem Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten und Bedürfnissen zusammenkommen.