Hundsrose und Hagebutte
Rina Jost
Kinderspital Zentralschweiz
Frauenklinik Mammadiagnostik | EG | 6
Die Hundsrose ist eine der häufigsten Wildrosen unserer Region. Sie wächst an Waldrändern, in Hecken und an sonnigen Hängen rund um Luzern. Ihre weit geöffneten Blüten mit fünf zarten Blütenblättern und dem dichten Kranz feiner Staubgefässe öffnen sich im Juni und Juli – jede einzelne Blüte hält nur ein bis zwei Tage. Dann fallen die Blütenblätter, und an ihrer Stelle wächst im Spätsommer eine kleine, ovale Frucht heran: die Hagebutte.
Ihren Namen verdankt die Hundsrose vermutlich ihren Dornen: Sie sind leicht nach hinten gekrümmt – wie kleine Hundezähne. Auf Latein heisst die Pflanze entsprechend Rosa canina, von canis, dem Hund.
Hagebutten gehören zu den vitaminreichsten Früchten Europas. Ihr Fruchtfleisch enthält rund das Zwanzigfache der Vitamin-C-Menge einer Zitrone. Schon im Mittelalter wurden sie als Heilmittel gegen Erkältungen, Müdigkeit und Schwäche eingesetzt. Heute werden sie als Tee, Konfitüre, Sirup oder pulverisiertes Vitaminkonzentrat genutzt. Aus den kleinen Samen lässt sich zudem Hagebuttenöl pressen, ein hochwertiges Pflegeöl, das in der Hautpflege geschätzt wird – etwa zur Pflege von empfindlichem oder strapaziertem Hautgewebe.