Rotfuchs am Schrebergarten
Anja Wicki
Kinderspital Zentralschweiz
Röntgen Kinder| EG | 5
Schau mal – siehst du den Wanderer auf der rechten Seite?
Mit gespitzten Ohren und buschigem Schwanz schleicht ein Rotfuchs durchs Bild. Er ist eines der häufigsten Wildtiere der Schweiz – und längst nicht nur im Wald zuhause: In Städten wie Luzern, Bern oder Zürich leben heute viele hundert Füchse mitten zwischen den Menschen. Sie sind besonders in der Dämmerung am Morgen und am Abend unterwegs. Schau in die Bildmitte – siehst du die kleinen Hausdächer am Horizont? Von dort kommt der Fuchs gerade her, vielleicht aus einem Hinterhof, einem Park oder einer Bahnböschung.
Sein Ziel? Schau nach links: Hinter dem Gartenzaun mit den fröhlichen Wimpeln duckt sich ein junger Fuchs zwischen Kürbis, Salatblättern und Blumen. Hier liegt ein Schrebergarten – und Schrebergärten sind echte Paradiese für Stadtfüchse. Mäuse, Würmer, Käfer, gefallene Früchte, manchmal auch Kompostreste: Hier gibt es alles, was eine Fuchsfamilie zum Leben braucht.
Füchse sind echte Meister der Dämmerung. Ihre Augen haben hinten eine spezielle Schicht, die einfallendes Licht zurückwirft – darum leuchten sie, wenn nachts eine Lampe auf sie trifft. Genau diese Schicht hilft ihnen, auch bei schwachem Mondlicht glasklar zu sehen. Und ihre Ohren sind so fein, dass sie eine Maus hören können, die unter einer dichten Schneedecke wühlt. Beim Jagen springt der Fuchs hoch in die Luft und stürzt sich mit den Vorderpfoten auf seine Beute. Das nennt man den „Mausesprung".
Aufgabe:
Hast du schon einmal einen Fuchs gesehen? Wo? Was erzählt der grosse Fuchs dem kleinen, wenn er nachhause kommt? Was hat er in der Stadt gesehen? Wohin gehen die Füchse als nächstes? Denke dir eine kleine Geschichte aus. Wie könnten die Füchse heissen? Und was machen die beiden wohl in der Nähe des Schrebergartens?