Teichrand
Rina Jost
Kinderspital Zentralschweiz
Frauenklinik Anmeldung Gebärabteilung | 1. OG | 17
An dieser Wand öffnet sich ein Stück Teichrand, wie man ihn an stillen Schweizer Gewässern findet: zwischen hohen Halmen, leuchtenden Blüten und den schwirrenden Flügeln verschiedener Libellen.
Auf der linken Seite stehen zwei Stängel des Blutweiderichs (Lythrum salicaria) im flachen Wasser. Die Pflanze trägt im Sommer dichte, kerzenförmige Blütenstände in einem leuchtenden Pink-Lila. Sie ist seit dem Mittelalter eine bekannte Heilpflanze: Ihre Blätter und Blüten wurden zur Wundbehandlung, gegen Durchfall und bei entzündeten Augen eingesetzt. Auch heute findet sie in der Naturheilkunde noch Verwendung.
Die hohen, schwertförmigen Blätter rechts gehören zur Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus), einer im Sommer leuchtend gelb blühenden Wasserpflanze, die für die feuchten Uferbereiche der Region typisch ist. An ihren Blättern und an einem dünnen Halm ruhen kleine Libellen – Pechlibellen, schlank und filigran. Über dem Wasser kreist die grössere Blaugrüne Mosaikjungfer, eine der auffälligsten Grosslibellen der Schweiz. Sie ist eine geschickte Jägerin und gehört zu den schnellsten Insekten unserer Region.