Origami Wandobjekte

 

In den Gängen und Räumen des Kinderspitals und der Frauenklinik hängen geometrische Wandobjekte — farbige Muster aus Dreiecken, Linien und Flächen. Auf den ersten Blick abstrakt, steckt hinter jedem Objekt ein konkretes Tier: eine Krabbe, ein Elefant, eine Heuschrecke oder ein Nashorn. Denn die Muster stammen aus den Faltplänen des Luzerner Origami-Künstlers Sipho Mabona – jenen Zeichnungen, die festlegen, wo jeder Knick auf dem Papier hingehört, damit am Ende ein Tier entsteht.

Für das Kinderspital werden Ausschnitte aus diesen Faltplänen zu eigenständigen Wandobjekten. Sie sind aus Holz gefertigt, lasergeschnitten und von Hand mit Acrylfarbe bemalt. Form, Grösse und Farbgebung sind jeweils auf den konkreten Ort abgestimmt — entwickelt unter Einbezug der Mitarbeitenden vor Ort. So verbinden die Arbeiten die Präzision des Origami mit der Wärme des Handgemachten.

Im Sinne eines lebendigen Kunstprogramms haben wir nicht einzelne fertige Arbeiten erworben, sondern eine fortlaufende Zusammenarbeit mit dem Künstler aufgebaut. Das Konzept folgt dem Partitur-Prinzip: Der Künstler hat die gestalterischen Grundlagen geschaffen — Faltmuster, Formensprache, Materialität — und diese bilden eine Art Partitur, die immer wieder neu interpretiert werden kann. Wenn sich im Haus ein Bedürfnis ergibt, entwickelt Sipho Mabona auf Basis seiner Faltmuster neue Varianten, die anschliessend im «Kunst im Spital»-Atelier produziert werden — angepasst an den jeweiligen Ort, in der passenden Grösse und Farbgebung. So bleibt das Kunstprogramm lebendig und entwickelt sich gemeinsam mit dem Spital weiter.

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr über Sipho Mabona, seine Arbeitsweise und die Idee hinter den Faltmustern.